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Blutfette/Cholesterin

Definition Cholesterin / Blutfette

Der Name Cholesterin leitet sich von den griechischen Wörtern „cholos“ (= Galle) und „stear“ (= festes Fett) ab, da es 1784 erstmalig aus Gallensteinen isoliert wurde. Der französische Chemiker Michel E. Chevreul beschrieb es erstmals im Jahr 1816.

Cholesterin, auch Cholesterol genannt, ist eine fettähnliche Substanz, die im tierischen und menschlichen Organismus wichtige Aufgaben erfüllt. Ohne Cholesterin könnte der Mensch nicht überleben. Es ist der wichtigste Ausgangsstoff für die Produktion von lebenswichtigen Hormonen (z. B. Testosteron = männliches Geschlechtshormon, Östrogen und Progesteron = weibliche Geschlechtshormone, Aldosteron = Hormon das den Flüssigkeitshaushalt reguliert, Kortisol = Stresshormon), von Vitamin D, das zusammen mit Calcium für den Knochenstoffwechsel sehr wichtig ist und den fettverdauenden Gallensäuren, sowie ein wichtiger Bestandteil von Zellmembranen.

Doch obwohl Cholesterin für uns lebensnotwendig ist, müssten wir es nicht mit der Nahrung zu uns nehmen. Unser Körper bzw. unsere Leber ist in der Lage, die täglich benötigte Cholesterinmenge von einem halben bis einem Gramm selbst zu produzieren. In der Regel sind 90 % des Cholesterinbedarfs vom Körper selbst synthetisierbar. Durchschnittlich nimmt der Mensch 300 mg Cholesterin über tierische Nahrungsmittel auf. Die Höhe des Cholesterins ist jedoch überwiegend durch die körpereigene Produktion abhängig.

(siehe: Müller S. D., Weißenberger Ch., Ernährungsratgeber Cholesterin, S. 11 – 12, 2008)

Kein Thema ist in der Medizin so heiß umkämpft wie das Cholesterin: Immer wieder findet man Bücher, die mit ihren Inhalten Panik verbreiten und andere, die Cholesterin von allen Risiken freisprechen. Letztendlich wurden häufig die Leitlinien über die Normwerte des Cholesterins angepasst, so dass plötzlich Menschen, die zuvor mit ihren Blutfettwerten noch im Normbereich lagen nun plötzlich unter einer Hyperlipidämie leiden.

Ist Cholesterin nun gefährlich oder nicht? Dabei kommt es darauf an, um welches Cholesterin es sich handelt. Grundsätzlich lässt sich wissenschaftlich nachweisen, dass ein erhöhter LDL-Cholesterinspiegel ein erhöhtes Herzinfarktrisiko darstellt. Außerdem ist wissenschaftlich gesichert, dass ein niedriger HDL-Cholesterinspiegel ebenso gefährlich für das Herz ist. Bei jedem Menschen sollte jedoch der Cholesterinspiegel individuell bewertet werden. Die Höhe des Gesamtcholesterinspiegels ist letztendlich von vielen Faktoren abhängig wie z. B. das Lebensalter, Geschlecht, Ernährung, Grad der sportlichen Fitness usw..

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